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Den Kinderschutzbund bedacht

Von Hartmut Würfele
Calw-Heumaden. Der Erlös von 750 Euro beim Kinderkleiderbasar in Heumaden geht in diesem Frühjahr an den Kinderschutzbund in Calw. Dort wird das Geld dringend für wichtige Aufgaben gebraucht, die durch Zuschüsse nicht gedeckt sind.
Schon weit mehr als 50 000 Euro hat das Team des Kinderkleiderverkaufs in der Vergangenheit an soziale Einrichtungen gespendet. Wo staatliche oder kommunale Gelder nicht ausreichen oder verwendet werden dürfen, sind die Gaben stets willkommen. Wie jetzt beim Kinderschutzbund.
Die Spende wird, wie die beiden Vorstandsmitglieder Ursula Kitzinger und Silvia Hahn gegenüber Britta Waidelich und Helen Becker vom Basarteam bei der Übergabe im evangelischen Gemeindehaus in Heumaden versicherten, für den "Begleiteten Umgang" dringend benötigt. Trennen sich Eltern, leiden die Kinder am meisten darunter.
Schlimmer noch ist es, wenn sich die Eltern auch nach der Trennung weiter streiten oder wenn ein Elternteil den anderen nicht mehr sehen will. Für diese Fälle bietet der Kinderschutzbund mit dem "Begleiteten Umgang" qualifizierte Hilfe an.
Ziel ist es, dass die Eltern es ohne fremde Hilfe schaffen, dem Kind regelmäßige Kontakte zu ermöglichen. Mit seinen vielen vielfältigen Angeboten will der Kinderschutzbund dazu beitragen, dass Kinder gesund und fröhlich aufwachsen.
"Helfen Sie uns, damit wir anderen helfen können", lautet ein Motto des Vereins. Unterstützen kann man diese Arbeit indem man Mitglied wird, sich ehrenamtlich engagiert oder durch Geld- und Sachspenden. Die Mitgliederzahl ist aber seit ein paar Jahren rückläufig.
Auch beim Kinderkleiderbasarteam in Heumaden werden weitere Mitarbeiterinnen gesucht, die bereit sind, sich hier ehrenamtlich einzubringen. Die Arbeit mache riesig Spaß, wie Helen Becker und Britta Waidelich übereinstimmend betonen. Wer Lust hat mitzumachen, soll sich einfach beim nächsten Basar melden. Als die Frauen vor mehr als 25 Jahren die Aktion ins Leben riefen, waren sie weit und breit die einzigen Veranstalter. Jetzt gibt es immer mehr solche Basare in der Umgebung. Dadurch gehen die Umsätze leicht zurück, was sich auf den Spendenbetrag auswirkt.


Quelle Schwarzwälder-Bote, 21.05.2015 18:24 Uhr

Britta Waidelich vom Basarteam, Silvia Hahn und Ursula Kitzinger, beide Kinderschutzbund sowie Helen Becker vom Basarteam (von links) bei der Scheckübergabe. Foto: Würfele